10. Juni 2026
Führung & Strategie - eine unfaire Doppelerwartung?
Alle Führungskräfte sind mit 2 wesentlichen Erwartungen konfrontiert:
1. Sei eine Spitzen-Führungskraft, inspiriere Teams, entwickle Menschen, schaffe Kultur, in der gute Arbeit entsteht.
2. Denke und entscheide strategisch! Führe das Unternehmen trotz aller Unsicherheiten sicher in die Zukunft.
Das sind zwei fundamental verschiedene Fähigkeiten. Manche Führungskräfte sind außergewöhnlich stark darin, Menschen zu führen. Andere denken in Systemen & Szenarien und erkennen strategische Chancen früher als andere. Beides ist extrem wertvoll, aber in Personalunion auch äußerst selten zu finden.
Das ist kein Makel – so lange man sich dessen bewusst ist. Strategische Entscheidungen bestimmen über Erfolg oder Misserfolg. Und eine Spitzenführungskraft ist sich dieser Tragweite bewusst. Sie wird daher alles daransetzen, diese Entscheidungen auf Basis größtmöglicher Expertise zu treffen, nicht nur auf Basis der eigenen.
Klar, am Ende muss die Führungskraft die strategischen Entscheidungen selbst treffen – die Verantwortung bleibt bei ihr. Aber sie auf Basis der bestmöglichen Expertise zu treffen, also durch das Wissen des Teams, durch externe Perspektiven, durch Kompetenz von außen, das ist keine Schwäche, sondern die Stärke einer Spitzenführungskraft.
Wann haben Sie zuletzt bewusst externe Expertise bei einer strategischen Entscheidung genutzt?



